Viele Fahrer glauben: „Je weicher die Federung eingestellt ist, desto bequemer und rückenschonender ist der Sitz.“
Das ist ein gefährlicher Trugschluss! Ein zu weich eingestellter Dämpfer führt zu sogenannten Mikro-Traumata an den Bandscheiben und lässt den Sitz bei extremen Bodenwellen schlagartig durchschlagen.
Was macht der Dämpfer im Fahrersitz eigentlich?
Ein moderner Luftsitz besteht aus zwei Hauptkomponenten:
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Der Luftfeder: Sie trägt das Gewicht des Fahrers und fängt Stöße ab.
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Dem Stoßdämpfer (oft verstellbar): Er bremst das Nachschwingen der Feder ab. Ohne Dämpfer würde der Sitz nach einer Bodenwelle minutenlang wie ein Trampolin auf und ab hüpfen.
Die Gefahren der falschen Dämpfereinstellung
Einstellungen am Einstellhebel (z. B. bei GRAMMER Maximo / Actimo):
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Zu weich eingestellt (Hebel ganz unten/vorne):
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Der Sitz reagiert zwar auf kleinste Unebenheiten, gerät aber bei schnellen Schlägen in Resonanzschwingung.
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Das Durchschlag-Risiko: Trifft die Maschine auf ein tiefes Schlagloch, stößt das Untergestell ungedämpft auf den Endanschlagsgummi. Dieser harte Stoß geht ungefiltert direkt in die Lendenwirbelsäule.
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Zu hart eingestellt:
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Der Sitz verliert seine Isolationswirkung. Feine Schwingungen (z. B. Reifenprofil auf Asphalt oder Baggerkette auf Beton) werden direkt an den Körper weitergegeben.
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Die goldene Mitte (Optimal):
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Der Dämpfer sollte so eingestellt sein, dass der Sitz nach einer Erschütterung genau einmal sanft nachfedert und sofort wieder zur Ruhe kommt.
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Unser Praxis-Tipp
Passt die Dämpfung dem Untergrund an!
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Acker, Wiese & leichtes Terrain: Mittlere bis weichere Dämpfung für maximalen Komfort.
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Schwere Transportfahrten, Schlaglochpisten & Baustellen: Straffere Dämpfung wählen, um ein Durchschlagen des Sitzes bei hohen Geschwindigkeiten sicher zu verhindern.
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